ZukunftsKino: Der bayerische Lech

Am Mittwoch, 30.11.22, findet wieder unser ZukunftsKino statt – diesmal mit dem bewegenden Film „Der bayerische Lech“.

Der Lech ist bekannt als einer der letzten Wildflüsse nördlich der Alpen. Dies gilt jedoch nur für den oberen Lech in Vorarlberg und Tirol. Auf bayerischem Gebiet wurde der Fluss innerhalb von hundert Jahren vom wilden Gebirgsfluss zum ferngesteuerten Stromlieferanten umfunktioniert.

In einer spannenden Dokumentation zeigt der Augsburger Filmautor Heinz Förder, welche Vorstellungen und Ideen dazu geführt haben, den Lech in seine heutige Zwangsjacke zu stecken. Dabei geht er auch ausführlich darauf ein, welche Auswirkungen der Bau der Kraftwerke auf Natur und Umwelt mit sich brachte. Trotz allem bietet die Lechlandschaft auch heute noch Naturerlebnisse besonderer Art. Der Film zeigt auf, wie verwundbar und gefährdet der heutige Zustand ist. Durch viele Maßnahmen wird versucht, die spezielle lechtypische Landschaft zu erhalten. Ob dies nachhaltig gelingt, muss offen bleiben. Der Film vermittelt das Gefühl: Es ist noch viel zu tun, aber wir können es schaffen.

Im Anschluss an den Film diskutieren wir zum Thema Lech. Eingeladen sind der Filmproduzent Heinz Förder sowie Dr. Eberhard Pfeuffer vom BUND Naturschutz Bayern e. V.. Er ist einer der besten Kenner des Lechs und Autor zahlreicher Bücher.

Hier können Sie den Flyer herunterladen.

Wir freuen uns auf rege Teilnahme!

ZukunftsKino: Too BIG to tell

Wir zeigen den Film „TOO BIG TO TELL“ von Johanna Tschautscher und Günther Lainer, gekürzte Version (50 Minuten)

Auf dem Hintergrund und mit Einblicken ins bestehende Finanz- und Wirtschaftssystem wollen wir nach dem Film Alternativen diskutieren. Dabei sollen sowohl die Anregungen aus dem Film als auch der eigene Umgang mit dem Thema Platz finden. Mit Geld die Welt fairändern – geht das?

Als Diskussionspartnerin wird Eva Bahner, Bildungsreferentin des Oikocredit Förderkreises Bayern, zur Verfügung stehen. Die internationale Genossenschaft Oikocredit hat über 40 Jahre Erfahrung mit fairer, ethischer und sozialer Kreditvergabe in über 70 Ländern weltweit. Wir freuen uns auf eine angeregte, vielfältige und spannende Diskussion und auf Ihre Beiträge!

Der Eintritt ist frei!

ZukunftsKino: Bienen in 3D

Wir, das Meringer Bündnis für Nachhaltigkeit, setzt sich dafür ein, dass das Artensterben aufgehalten wird und unterstützt daher das Volksbegehren ‚Artenvielfalt & und Naturschönheit in Bayern – Rettet die Bienen!‚.

Dazu zeigen wir als Auftaktveranstaltung mehrere 3D-Filme von Günter Peschke. Der Abend soll die Meringer aufklären und motivieren sich in die Listen des Volksbegehrens im Rathaus einzutragen. Die Einschreibephase ist nur zwei Wochen lang und geht vom  31. Januar bis zum 13. Februar. Nur wenn mindestens 10% der Wahlberechtigten unterschreiben, wird das Volksbegehren zugelassen.

Günther Peschke aus Mering ist begeisterter Naturfilmer. Besonders die oft wenig beachteten Winzlinge wie Bienen, Ameisen oder Marienkäfer haben es ihm angetan. Eigens dafür hat er eine ausgereifte Technik entwickelt, um von ihnen Filme in höchster Qualität in 3D aufzunehmen.

Führt er seine Filme vor, kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kaum hat man die 3D-Brille aufgesetzt, fühlt man sich als Teil des Bienenstocks, taucht ein in eine ganz andere Welt, voller Leben und Geheimnisse. Man sieht die Bienen, vollbeladen mit Pollen in den Stock fliegen und mit ihren Artgenossen kommunizieren – fast fühlt man sich selbst als Biene. Er zeigt aber auch, wie sich die Tiere gegen ihren Feind, die Varroamilbe, die schwere Schäden in den Völkern verursacht, zur Wehr setzen.

Die Biene ist zum Symboltier für das weltweit größte Artensterben in der Natur seit 60 Millionen Jahren geworden. Besonders die Wildbienen und andere Insekten leiden unter einem beispiellosen Verlust ihrer natürlichen Lebensräume. Mit ihnen gehen die von ihnen abhängigen Lebewesen wie Blütenpflanzen, Vögel und Amphibien zu Grunde. Allein ein Kiebitz benötigt während seiner Entwicklung zum erwachsenen Tier Tausende von Insekten als Nahrung, die er in unserer industrialisierten Agrarlandschaft nur noch selten findet.

Anschließend an den Film werden der  Bio-Imker Werner Bader, der Biologe Wolfhard von Thienen und Constanze von Tucher  in Form von Kurzvorträgen weitere Informationen zu Bienen, zum Artensterben und zum Volksbegehren geben. Anschließend besteht wieder Gelegenheit zur Diskussion und für Fragen zu den Filmen und zu den Kurzvorträgen.

ZukunftsKino: Der Bauer mit den Regenwürmern

Wir zeigen den Film „Der Bauer mit den Regenwürmern“ von Bertram Verhaag (Denkmal-Film).

Während sich auf konventionell bewirtschafteten Äckern durchschnittlich 16 Regenwürmer pro m2 finden lassen, tummelt sich bei Sepp und Irene Braun auf dem Biobauernhof ungefähr die 25-fache Menge. Durch die dadurch erhöhte Bodenfruchtbarkeit erwirtschaften die Beiden weit mehr als ihre auf chemische Düngung setzenden Nachbarn.

Das spricht sich herum: selbst die Frau des senegalesischen Präsidenten kündigt überraschend ihren Besuch an.

Anschließend an den Film wird der Biobauer Stephan Kreppold über seine Erfahrungen im Biolandbau ein Kurzreferat halten.

Danach besteht wieder Gelegenheit über Film und Kurzreferat mit Stefan Kreppold und dem Bündnis für Nachhaltigkeit zu diskutieren.

ZukunftsKino: Bayern, Boden und Beton

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit dem Thema Flächenfraß und Anbindegebot.

Dazu zeigen wir den im Rahmen der Reihe „Unter unserem Himmel“ im Frühjahr 2017  im BR erschienenen Film von Meinhard Prill: Bayern, Boden und Beton – Wie viel Zersiedelung verträgt das Land? Dauer ca. 43 min.

Über eindrucksvolle Luftbilder wird aufgezeigt, wie unsere Landschaft in Bayern schrittweise und zunehmend zersiedelt wird. Durch eine Lockerung des Anbindegebotes (neue Bauten dürfen nur angebunden an eine Siedlung errichtet werden) wird weiterer Flächenfraß ermöglicht. Mehr Information dazu auf der entsprechenden Seite des BR. Im Film kommen den Biobauer Ludwig Asam sowie sein Vater zu Wort, so dass auch der Bezug für unsere Region deutlich wird (Thema Osttangente).

Die Befürchtung, dass mit der Osttangente auch im hier in der Region das Lechfeld zugebaut wird, hat sich mit der in Mering geplanten Ansiedlung eines Industriegebiets bewahrheitet (wegen des heftigen Widerstandes wurde das Gebiet inzwischen zum Gewerbegebiet heruntergestuft). Weitere Gebietsausweisungen sind bereits geplant.

Osttangente und die Ausweisung von Gewerbegebieten zeigen also, dass das Thema Flächenfraß hier vor unserer Haustür Realität ist.

Um den Flächenverbrauch in Bayern zu begrenzen wurde das Volksbegehren „Betonflut eindämmen“ ins Leben gerufen. Im Anschluss an den Film wird  deshalb der Initiator des Volksbegehrens und der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Bayerischen Landtag Ludwig Hartmann in einem Kurzvortrag über den Stand des Volksbegehrens informieren.

Danach besteht Gelegenheit zur Diskussion mit uns zum Film und zum Kurzvortrag.

Der Eintritt ist frei!

ZukunftsKino: Der Landhändler

Dieses Mal beschäftigen wir uns mit dem Thema der gentechnik-freien und regionalen Futtermittelherstellung.

Vielen von uns ist nicht bewusst, dass für die Herstellung von vielen unserer Lebensmittel (auch solchen, die unter dem Titel ‚regional‘ laufen) Unmengen von Soja in Südamerika angebaut wird. Die Organisation „Rettet den Regenwald e.V.“ schreibt dazu:

Die Tropenwälder in Südamerika schwinden für den Anbau von Soja. Die Monokulturen haben schon jetzt unvorstellbare Ausmaße erreicht: Auf fast 60 Millionen Hektar sprießen in Argentinien, Brasilien und Paraguay gentechnisch veränderte (GV) Sojabohnen. Das ist die Fläche von Spanien und Portugal zusammen.“

Dazu läuft auch eine Petition, die aus unserer Sicht Sinn macht zu unterschreiben.

Wichtig ist also, dass die Futtermittel wieder bei uns regional angebaut werden. Dazu zeigen wir den Film „Der Landhändler“ von Bertram Verhaag. Hier wird vermittelt, dass Landwirtschaft regional und ohne Gentechnik möglich ist.

Im Anschluss an den Film wird Ludwig Asam vom Asamhof in Kissing ein Kurzreferat über seine Bio-Landwirtschaft und die die Futtermühle von seinem Vater (Rieder Asamhof GmbH & CoKG halten). Auch er baut seit einigen Jahren direkt vor unserer Haustür gentechnik-freie Futtermittel an und die Futtermühle verarbeitet ausschließlich GVO-freies Soja aus Bayern.

Danach besteht Gelegenheit zur Diskussion mit Ludwig Asam und uns zum Film und zum Kurzvortrag.

Der Eintritt ist frei!

ZukunftsKino: Fluch der Meere

Diesmal zeigen wir den Dokumentarfilm „Fluch der Meere – Plastik“ von Friedemann Hottenbacher & Max M. Mönch.

(c) werwiewas medienproduktion 2013

Inhalt

Ende der 90er Jahre stoßen Forscher im Nordpazifik auf eine riesige schwimmende Müllhalde, in der Tausende Tonnen Plastik umherzukreiseln. Der Film beginnt auf einer hawaiianischen Insel. In einer kleinen Bucht werden auf mysteriöse Weise unablässig Tonnen von Plastikteilen angespült. Offenbar gibt es eine Verbindung zum nordpazifischen Müllstrudel. Der russische Strömungsexperte Nikolai Maximenko geht davon aus, dass es in jedem Ozean vergleichbare Müllstrudel gibt. Doch ihm fehlen die Beweise. Vor der chilenischen Küste beginnt Marcus Eriksen mit seiner Crew die Suche nach dem südpazifischen Müllstrudel. Sein Ziel ist die Osterinsel. Unterdessen schlagen Wissenschaftler weltweit Alarm. Die Zeichen mehren sich, dass Plastik längst in die Nahrungskette der Ozeane eingedrungen ist. Der Film ist das erschreckende Porträt einer der größten Umweltkatastrophen unserer Gegenwart.

Kurzvortrag

Sylvia Schaab aus Augsburg wird anschließend an den Film  über  ihre Erfahrungen  beim Versuch, mit ihrer Familie ein Leben möglichst ohne Plastik zu führen, berichten.

Siehe hierzu auch den Artikel in der Augsburger Allgemeinen.

Diskussion

Auch wir in der Meringer Region nutzen Plastik in vielfältiger Form, weil es einfach kostengünstig und praktisch ist.

Film und Kurzvortrag sind die Basis für unsere Diskussion, bei der wir klären möchten, wie ein Umdenken auch hier im lokalen Bereich aussehen könnte und wer hier handeln muss.

Der Eintritt ist frei!